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PSA Peugeot Citroën und Dongfeng prüfen Kooperation

Medienberichten zufolge lotet der angeschlagene Autobauer PSA Peugeot Citroën verschiedene Partnerschaften aus. Auch über die Finanzausstattung von Peugeot werde verhandelt, sagte ein Sprecher des französischen Konzerns am 9. Oktober 2013. Er reagierte damit auf einen Zeitungsbericht von „China Business Report“, wonach sich Dongfeng Motor für umgerechnet 1,2 Milliarden Euro mit 30 Prozent an dem Unternehmen beteiligen wolle. Weder von PSA noch von Dongfeng gab es dazu bislang eine Stellungnahme. (Autobild online, 11.10.13/S–)

Flucht nach vorne – Kurzkommentar von Dr. Olaf Janke – Der Versuch des kriselnden französischen Autoherstellers PSA mit den potenten Chinesen anzubandeln erscheint sinnvoll. Man kennt sich seit langem – und lieben muss man sich deshalb noch lange nicht. Immerhin betreiben Peugeot und Dongfeng bereits seit langem ein Joint Venture in China. Tatsache ist: Die Franzosen brauchen dringend frisches Kapital: Nach einem Milliarden-Rekordverlust im vergangenen Jahr 2012 fährt Peugeot derzeit einen Sparkurs. Fakt ist aber auch: Ein Einstieg der Chinesen bei PSA würde die Autobranche durcheinander wirbeln. Das Online-Portal „Motorblock“ fasst die Lage trefflich zusammen: „Klar ist: Will ein Autokonzern aus der Krise kommen, sind strategische Partnerschaften ein bewährtes Mittel. Da reicht den Peugeot-Managern ein Blick auf den Konkurrenten Renault, der nur dank Milliardenzahlungen des Partners Nissan handlungsfähig bleibt. Auch Fiat erfreut sich an der Stärke des US-Partners Chrysler.“

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