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Selbstfahrende Autos: Continental sieht enormes Zukunftspotenzial

Wie Continental-Vorstandschef Elmar Degenhart der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ erklärte, werde bereits in vier bis fünf Jahren der Umsatz aus dem Geschäft mit der Technik, die autonomes Fahren ermöglicht, bei einer Milliarde Euro liegen. In sieben bis acht Jahren könnten es schon 3 Mrd. Euro sein. Derzeit liege der Umsatz in diesem Bereich bei 400 Mio. Euro, sagte Degenhart. Ausbauen wolle der Konzern deshalb seine Partnerschaft mit IT-Unternehmen. Neben Cisco Systems und IBM wolle Continental eine dritte große Partnerschaft eingehen, sagte der Manager. „Das sind Firmen wie beispielsweise Yahoo oder Google“. Den dritten Partner will der Conti-Chef bis Ende des Jahres ins Boot geholt haben. (dpa, 18.9.13/S–)

Visionär! – Kommentar von Tobias Dieterich – Conti-Chef Elmar Degenhart entpuppt sich einmal mehr als Visionär! Trotz hoher rechtlicher, technischer und struktureller Risiken gibt der Manager Vollgas bei seinem Lieblingsthema „Roboterautos“. Ganze Heeresscharen von Ingenieuren, teure Entwicklungsprojekte und das alles flankiert durch eine gewaltige PR-Armada sollen das Unternehmen als die entscheidende Macht in diesem Zukunftsmarkt positionieren. Und Degenhart scheint hier den richtigen Riecher zu haben. Der Trend ist gewaltig und könnte schon in wenigen Jahren den Automarkt revolutionieren. Derjenige, der sich frühzeitig als Marktführer etabliert, wird auf Jahre hinaus den Markt dominant beherrschen und gute Renditen einfahren. Conti stellt, wenn auch mit hohem Risiko, die Weichen kompromisslos auf die Zukunft des Automobilbaus. Man kann nur hoffen, dass das Kalkül aufgeht. Wenn ja, alles gut! Wenn nein: dann könnte dies die größte Fehlspekulation in der Conti-Geschichte sein. Ob die (aus unserer Sicht gut kalkulierte) Wette Degenharts aufgeht, werden die kommenden Jahre zeigen.

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