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Daimler und Aston Martin planen Zusammenarbeit

Medienberichten zufolge wollen Mercedes und Aston Martin eine strategische Partnerschaft eingehen. Die Sportwagen des Autobauers Aston Martin sollen bald mit Motoren von Mercedes bestückt werden. Die beiden Hersteller gaben bekannt, in Zukunft eng zu kooperieren. Bedienen wollen sich die Briten dabei im Sortiment des Tuners AMG. Die behördlichen Genehmigungen für die Partnerschaft müssten aber noch eingeholt werden. Über die weiteren Details der geplanten Kooperation sei aus Wettbewerbsgründen Vertraulichkeit vereinbart worden. Aston Martin ist seit 2007 im Besitz eines Investoren-Konsortiums. (Spiegel Online, 26.7.13/S–)

Interessante Kooperation – Kommentar von Dr. Olaf Janke – Das „Handelsblatt“ spricht keck von einer „interessanten Kooperation“ und hüllt sich darüber hinaus in vornehmen Schweigen. Tatsächlich ist der strategische Ansatz dieser Zusammenarbeit nicht ganz klar. Man hört, dass Daimler kostenfrei – wohlgemerkt unentgeltlich – eine 5-%-Beteiligung an dem Traditionskonzern erhält, sowie einen Beobachterstatus im Aufsichtsrat. Geschenkt. Der Wert dieser Beteiligung ist für einen Weltkonzern wie Daimler unerheblich. Wenig lukrativ ist auch der Absatz der Motoren, die Mercedes über seine Tuning-Tochter AMG liefern will. Bedenkt man, dass die Briten von Januar bis September 2012 ganze 2.300 Autos ausgeliefert haben, so werden die mikroskopischen Strukturen dieses Deals schnell klar. Um es kurz zu machen: Hier geht es mitnichten um Geschäft und Umsatz. Hier geht es vielmehr um einen Image-Transfer für den Daimler-Konzern. Die Noblesse von Aston Martin passt sicherlich zu den Stuttgartern Edelkarossen. Keine Frage! Doch was bringt das kleinteilige Engagement wirklich. Unseres Erachtens wenig. Das Management sollte sich lieber um das große Ganze kümmern und den Konzern in den großen Strukturen voranbringen. Die Musik spielt gewiss nicht in ressourcenraubenden Kleinstbeteiligungen, sondern auf den internationalen Weltmärkten. Und hier stehen die Stuttgarter in scharfem Wettbewerb zu BMW und Audi. Fazit: Bitte die richtigen Prioritäten setzen und Ressourcen dort einsetzen, wo sie das Unternehmen tatsächlich voranbringen.

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