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Europäischer Automarkt schaltet Gang zurück

Der europäische Automarkt ist im ersten Halbjahr um 6,6 % geschrumpft, einzig Großbritannien kann sich dem Trend entziehen. Auch für Premium-Marken verschärft sich die Lage. Konkret sind im m Juni die Pkw-Neuzulassungen in der EU im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,6 %auf 1,13 Mio. Autos zurückgegangen, wie der Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Dies war der niedrigste Stand in einem Juni seit 1996. Im ersten Halbjahr sanken die Verkäufe insgesamt um 6,6 % auf 6,2 Millionen Fahrzeuge. (Handelsblatt online, 16.7.13/S–)

Warnschuss – Kommentar von Dr. Olaf Janke – Die Meldung ist vor allem für die bislang krisenresistenten deutschen Premiummarken ein Warnschuss. Konnten diese sich bislang dem Abwärtssog der Märkte noch entziehen, so wird die Luft auch für sie nun deutlich dünner. BMW-Chef Norbert Reithofer hält den westeuropäischen Markt für „weiterhin schwierig“, erklärte er unlängst in einem Interview und hat hiermit recht. Auch Deutschland sei Reithofer zufolge kein Selbstläufer mehr. Eines ist klar: Während die kranken Volumenhersteller unter dem Druck der fast schon existenzbedrohenden Krise ihre Hausaufgaben zum Teil bereits erledigt und viele Restrukturierungsmaßnahmen zum Abschluss gebracht haben, stehen Daimler, BMW, Audi und Porsche – bislang erfolgsverwöhnt und ohne nennenswerten externen Druck – noch am Anfang dieser Entwicklung. Es würde nicht wundern, wenn aus dem Lager der fantastischen Vier schon bald Schreckensmeldungen über die Ticker gehen. Soweit ist es zwar noch nicht – doch die Luft wird auch für das Oberklassesegment zunehmend dünner.

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